Schwerpunkt Bildnerische Erziehung

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Bildung, wenn sie als Menschenbildung begriffen wird,  ist nur dann gegeben, wenn sie auch die Förderung des kreativen Potentials junger Menschen mit einschließt. Mit dem Schwerpunkt „Bildnerische Erziehung“ als Sonderform des Gymnasiums legt die Modellschule, auch im Sinne ihrer gestaltpädagogischen Wurzeln, besonderen Wert darauf.

Gestalten ist  integraler, selbstverständlicher Bestandteil des Schulalltags und stellt damit nicht zuletzt auch einen Gegenentwurf zu passivem, konsumorientierten Zeitvertreib dar. Die SchülerInnen sammeln Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien, Arbeitsweisen und Inhalten und erweitern damit ihre Gestaltungskompetenz und üben sich im kreativen, aber auch reflexiven und kritischen Umgang mit Themen aus ihrer persönlichen Erlebniswelt, Kunst und Gesellschaft.

Bildnerisches Tun fördert auch die Fähigkeit des ganz persönlichen Ausdrucks, eröffnet Möglichkeiten, sich über die Sprache hinaus mitzuteilen, und trägt damit wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei.

In der Unterstufe ist der BE-Unterricht durch das hohe Ausmaß von 5 bzw. 6 BE-Wochenstunden eine wesentliche Bereicherung für die Ganztagesschulform. Bildnerisches Gestalten stellt hier einen wichtigen Ausgleich zum kognitiven Lernen dar. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf traditionellen künstlerischen Techniken, um die Kinder mit dem unmittelbaren Umgang mit „greifbaren“ Materialien vertraut zu machen und nicht zuletzt auch ihre motorischen Fähigkeiten zu verfeinern. Manuell bestimmtes Gestalten ist für uns aus diesen Gründen vor dem Hintergrund der Omnipräsenz digitaler Medien, die ausschließlich den visuellen Sinn ansprechen, eine notwendige Alternative im Sinne eines ganzheitlichen Lernens.

Die Langform (1. bis 8. Klasse) mit Schwerpunkt BE hilft auch, dem häufigen Versiegen des Wunsches nach kreativer Äußerung während der Pubertät entgegenzuwirken. Aus diesem Grund ist auch in der Oberstufe das eigenständige, meist materialbezogene Gestalten zentraler Bestandteil des Unterrichts, und theoretische Inhalte und Reflexion stehen immer auch im Kontext mit der individuellen, praktischen Gestaltungserfahrung.
 

Stundenausmaß

1./2. Kl. :     5 Wo.std.
3./4. Kl.:      6 Wo.std.
5./6. Kl.:      6 Wo.std.
7. Kl.:          5 Wo.std.
8. Kl.:          4 Wo.std.

Ausstellungsbesuche, Projekte, Kunstreisen

Ausstellungsbesuche und gestaltungsbezogene Projekte sind Teil der Unterrichtsarbeit und finden in allen Jahrgängen statt.
Kunstreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten – auch fächerübergreifend – führen nach Wien, Venedig, Paris oder Berlin.

Kreative Übungen

In der 2. – 4. Kl. stehen 2 zusätzliche Stunden zur Vertiefung in speziellen bildnerischen Bereichen (z. B. Film und Medien) zur Verfügung.

Wahlpflichtfach BE

Im Wahlpflichtfach (2 bis 4 Wochenstunden) können persönliche Schwerpunktsetzungen erweitert werden.

Neue Medien

Digitale Fotografie, Bildbearbeitung, Video(-schnitt), Layout.
    

 

Zusätzliche Informationen